Hotel Kobenzl

»Von der Luxusherberge zum Flüchlingsquartier - dieser Wandel fungiert in Matthias Hochs neuer Publikation als Indikator für einen Paradigmenwechsel unserer Zeit. Er legt in seinem Fotoessay keine Chronologie vor, sondern eröffnet einen Bildraum der divergierenden Blicke. Er sieht den verblichenen Charme einer vergangenen Belle Époque und schildert in nahsichtigen Bildern die Zeugen des Untergangs.«
Margit Zuckriegl in Eikon #99, Wien, September 2017, S.82.

Matthias Hoch, Hotel Kobenzl, mit einem Text von/ with a text by Andreas Maier, Buchgestaltung/ Graphic Design: Kay Bachmann, 26x20 cm, 160 Seiten/ pages, Hardcover mit Schutzumschlag/ with dust jacket, 75 Farbabbildungen/ Color plates, 9 Duoton- und/ and 108 sw-Abbildungen/ bw-images, deutsch/ englisch, German/ English, ISBN 978-3-902993-25-0. Eine Vorzugsausgabe ist erhältlich/ A collector’s edition is available. Edition Fotohof, Salzburg 2016


5x5 Photo Tracks

»Die wunderschön komponierte, im Schuber fassonierte, mit dem Bank-Austria-Kunstpreis ausgezeichnete Publikation repräsentiert alle zentralen Perspektiven, die in den letzten Dekaden relevant waren. Empfehlung!« Gregor Auenhammer, Der Standard, Wien, 19.7.2017

5x5 Photo Tracks: five curators, twenty-five artists. With texts by David Bate, Linde B. Lehtinen, Steffen Siegel, Abigail Solomon-Godeau and Urs Stahel. Artists: Anna Artaker, Roger Ballen, Stéphane Couturier, Lorenz Estermann, Hans-Peter Feldmann, Arno Gisinger, Nilbar Güreş, Matthias Hoch, Horáková & Maurer, Orit Ishay, Eirik Johnson, Amar Kanwar, Anastasia Khoroshilova, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Louise Lawler, Andreas Müller-Pohle, Oliver Ressler, Jana Romanova, Thomas Ruff, Gregor Sailer, Günther Selichar, Taryn Simon, Guy Tillim, Borjana Ventzislavova, Christina Werner. 
25 x 18,5 cm, 200 pages, Design by Say Say Say Inc., German/ English, ISBN 978-3-902250-86-5. Published by Eikon, Vienna, 2016, www.eikon.at


Kein Anschluss

Jürgen Kleindienst, Kein Anschluss, Leipziger Volkszeitung, 16.1.2015, S. 12


Silver Tower bei LiteraTurm

Im Rahmen des 7. Literaturfestivals FrankfurtRheinMain 2014 gab es 40 Veranstal-tungen mit 90 Autoren, Wissenschaftlern, Kritikern und Künstlern, die größtenteils im 170 Meter hohen OpernTurm stattfanden. Dort, wo tagsüber Anwaltskanzleien und Investmentbanken ihren Geschäften nachgehen, wurden am Abend die Pforten für die Kultur geöffnet. Das vom Kulturamt der Stadt Frankfurt konzipierte Festival stand unter dem Thema „Literatur und Zeit“ und verfolgte einen interdisziplinären Ansatz, so spielten auch andere Künste wie der Film, die Musik und die Fotografie eine Rolle.

»Bei einer der Veranstaltungen, die ich besuche, geht es nicht vorrangig um Literatur, sondern um Architektur und Fotografie, genau genommen um den Silver Tower im Bahnhofsviertel und um die Fotoserie von Matthias Hoch, die in den Jahren 2009 bis 2011 entstanden ist. Für mich ist es eines der Highlights des Festivals: Mich beeindrucken die klaren, menschenleeren, konzentrierten Fotografien, die immer nur Ausschnitte abbilden, niemals das Ganze. Hoch erzählt, er habe sich auf die Suche nach den Hinterlassenschaften der Bank gemacht, der Inszenierung von Macht – viel davon sei nicht mehr übrig gewesen, was er zuerst bedauert habe, aber dann habe er es als eine Schärfung seines Blicks für die kleinen Details begriffen. Man sieht verlassene Empfangshäuschen, Abdrücke von Möbeln auf Teppichen, mit Ledertapete überzogene Wände.

Äußerlich unterscheidet sich der Turm heute übrigens kaum vom 1978 eröffneten Original – das Verdienst der Architekten, die mit der Sanierung betraut wurden und die für den Erhalt der ursprünglichen Fassade kämpften. Einer von ihnen ist Michael Schumacher, der an diesem Abend anwesend ist. Er war es auch, der Matthias Hoch 2009 einlud, das Projekt fotografisch zu begleiten. Im Gespräch mit den beiden – und Moderator Jakob Hoffmann – ist außerdem der Schriftsteller Andreas Maier, der einen Text zum Bildband Silver Tower (Spector Books 2013) beigetragen hat, in dem er am Beispiel des Hochhauses auf ebenso kluge wie vergnügliche Weise über sich verändernde urbane Räume schreibt: »Eine Welt ist verschwunden, eine bestimmte, in sich geschlossene, lebendige Struktur, die – weil sie in sich geschlossen war – auch immer etwas Universales hatte und deshalb immer ein Abbild der gesamten Welt war. Alles, was draußen, außerhalb des Turms, geschah, geschah auch drinnen, wenn auch verkleinert, wenn auch nicht so zahlreich. Es gab vermutlich keine Beerdigungen, vermutlich keine Morde, wer weiß. Aber dass sie dort Kinder gezeugt haben, davon gehe ich aus. Sie haben auch dort gesoffen und gehurt und sich verliebt und ihre zartesten Augenblicke erlebt.«

Caterina Kirsten, aus: Literatur über den Dächern Frankfurts, Blog Schöne Seiten, 3.6.2014



Geschlossene Gesellschaft

Geschlossene Gesellschaft, Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989, Berlinische Galerie, 5.10.201228.1.2013

Trailer von form-art.tv, Redaktion: Dirk Finger, Kamera und Schnitt: Matthias Heuermann, Musik: Faith healers.

Künstlerinnen und Künstler: Prolog: Richard Peter sen., Karl Heinz Mai.
Realität-Engagement-Kritik: Arno Fischer, Ursula Arnold, Evelyn Richter, Roger Melis, Sibylle Bergemann, Christian Borchert, Ulrich Wüst, Gundula Schulze Eldowy, Matthias Hoch, Erasmus Schröter, Jens Rötzsch. Montage-Experiment-Form: Edmund Kesting, Fritz Kühn, Ulrich Lindner, Lutz Dammbeck, Ernst Goldberg, Micha Brendel, Manfred Paul, Klaus Elle, Klaus Hähner-Springmühl. Medium-Subjekt-Reflexion: Helga Paris, Kurt Buchwald, Thomas Florschuetz, Peter Oehlmann, Michael Scheffer, Matthias Leupold, Maria Sewcz, Sven Marquardt, Tina Bara, Florian Merkel, Rudolf Schäfer, Jörg Knöfel. In den Vitrinen ausgestellte Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern: Kurt Buchwald, Martin Claus, Christiane Eisler, Rainer Görß, Stephan Gustavus, Klaus Hähner-Springmühl, Heinz Havemeister, Reiner Heim, Frank Herrmann, Samia Hussein/Gerd Sonntag, Cornelia Jentzsch, Jörg Knöfel, Bertram Kober, Roger Melis, Florian Merkel, Peter Oehlmann, Karim Saab, Susanne Schleyer, Klaus Storde, Uwe Warnke, Ralf Rainer Wasse, Bernd Weise, Arno Wolff. Kuratoren der Ausstellung: Ulrich Domröse, T.O. Immisch, Gabriele Muschter, Uwe Warnke. berlinischegalerie.de/ausstellung/geschlossene-gesellschaft
Katalog im Kerber Verlag, kerberverlag.com/de/858/geschlossene-gesellschaft

»Nur ein alltäglicher Zugang zur U-Bahn und doch zugleich eine Metapher für die Situation der DDR kurz vor ihrem Untergang. Matthias Hoch: Berlin Alexanderplatz V, 1988. Aus Orten zeitgenössicher Urbanität werden in seinen klaren Kompositionen fast Foto-Skulpturen von spröder materieller Sinnlichkeit. Oberflächengenau und präzise setzte er den Treppentunnel ins Format, der Tiefenraum bleibt rätselhaft.« Ingeborg Ruthe, Geschlossene Gesellschaft, Sonderbeilage der Berliner Zeitung, 2./3. Oktober 2012, S. 4/5



Derwent London

Matthias Hoch, Leipzig #1, 2007, c-print, 176 x 250 cm at the main reception of Derwent London office building 25 Savile Row. Courtesy Rocket Gallery London. Published in Space, Issue 5, p. 2, Derwent London 2009.


Review by Ari Messer

Ari Messer, Vacancy and claustrophobia, Review of the exhibition Matthias Hoch: New Work at Rena Bransten Gallery, San Francisco, September 4 - October 11, 2008. San Francisco Bay Guardian, 30 September 2008, p. 49.


Almere, 2008

Matthias Hoch: Almere Rotterdam Naarden Leipzig, Photographs
Edited by Dogenhaus Galerie Leipzig; Galerie Akinci, Amsterdam; Rena Bransten Gallery, San Francisco; Rocket Press, London; text insert by Aimée C. Reed (English), graphic design by Markus Dreßen, 39,5 x 30 cm, 32 pages, 17 color plates, softcover (different versions), Leipzig/London 2008.

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