Matthias Hoch

Press Review

Berlinische Galerie: Geschlossene Gesellschaft / The Shuttered Society

Die Ausstellung „Geschlossene Gesellschaft“ in der Berlinischen Galerie ist ein Erfolg. Ein überwältigender sogar. Nie zuvor hat das schöne Museum mit seinen großzügig weiten Räumen so viele Menschen angezogen: mehr als tausend Besucher Tag für Tag, und das nunmehr seit ein paar Wochen. (...) Von Matthias Hoch ist eine Bahnhofsserie aus dem Jahr 1988 zu sehen: sorgfältig komponierte Tristesse aus der Endzeit. Regina Mönch: Sehnsucht und Eigensinn, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8.11.2012, S. 29.

Nur ein alltäglicher Zugang zur U-Bahn und doch zugleich eine Metapher für die Situation der DDR kurz vor ihrem Untergang. Aus Orten zeitgenössischer Urbanität werden in Matthias Hoch's klaren Kompositionen fast Foto-Skulpturen von spröder materieller Sinnlichkeit. Ingeborg Ruthe: Geschlossene Gesellschaft, Berliner Zeitung, 2./3.10.2012, Sonderbeilage, S. 4/5.

Die menschenleeren Bahnhofsbilder von Matthias Hoch sind Fotografien von
einer Tristesse, an der man sich kaum satt sehen kann. Sie hat zweifelsohne etwas DDR-Spezifisches und trifft doch ein Grundgefühl vieler Reisender an den Unorten des zeitgemäßen Nah- und Fernverkehrs, die nicht einmal mehr verwunschen wirken, sondern für alle Zeiten unerlösbar. Jens Bisky, Farbfilm nicht vergessen, Süddeutsche Zeitung, 11.10.2012, S. 13.

Noch nie wurde die künstlerische Fotografie der DDR in so großer Breite und mit so vielen Facetten gezeigt: engagiert, experimentell, reflektiert. Constanze Suhr: Künstlerische Fotografie in der DDR, tip Berlin, Oktober 2012.

Mit enormer dokumentarischer Wucht arbeitet der 1958 in Radebeul geborene und in Leipzig lebende Matthias Hoch, der Ende der Achtziger die Städte des Ostens schonungslos zeigte, darunter ein lakonisch "Halle/Saale II" genanntes Bild, das wohl einen Blick in die Mitropa-Gaststätte des Hauptbahnhofes gewährt. Genauer und trostloser und wahrhaftiger lässt sich das nicht denken. Andreas Montag: Ausstellung präsentiert DDR-Fotografie, Mitteldeutsche Zeitung, 10.10.2012.

Die derzeitige Versammlung großartiger Bilder in der Berlinischen Galerie öffnet erneut den Blick auf ein enorm spannendes Kapitel der Kunstgeschichte, dessen ernsthafte Aufarbeitung gerade erst begonnen hat. Wolfgang Kil: In der Ersatzöffentlichkeit, die tageszeitung, 16.11.2012.

In den Architekturfotos von Matthias Hoch transformieren sich entleerte Räume und Strukturdetails zu Metaphern einer bleiernen Erstarrung des Landes DDR. Karin Thomas: Geschlossene Gesellschaft, Bundeszentrale für politische Bildung, 26.10.2012.

Matthias Hoch's "Halle/Saale II" depicts a rather grim looking canteen in a train station in the city of Halle, near Leipzig. "Functional public spaces have always held a peculiar fascination for me - I feel attracted and repelled by them at the same time. Here you can find utilitarian architecture and a vernacular aesthetic in condensed form. I avoid spectacular camera angles, preserving a human scale and perspective by instead photographing what I see at eye level," Hoch wrote of the series of almost entirely deserted public spaces. Helen Whittle: Behind the scenes in the GDR, Deutsche Welle, 16.10.2012.

Une touche très subtile est apportée à la fin de ce premier chapitre de l’exposition par Matthias Hoch qui présente des photographies prises dans des stations de U-bahn désertées, aux couleurs passées, comme lors d’un temps révolu. Eva Gravayat, Le Journal de la Photographie, 3.11.2012.

Das Buch ist die erste umfassende Publikation zu diesem Thema. Es zeigt in Ausschnitten die Arbeiten und Kurzbiografien von 34 Fotografen. Dazu kommen sechs Aufsätze namhafter Autoren zu verschiedenen Aspekten des Themas, etwa den Publikationsmöglichkeiten in der DDR, internationalen Einflüssen etc. Eine ausführliche Chronologie ist beigefügt, ein Glossar, ein Literaturverzeichnis, und eine englische Übersetzung aller Texte – kurzum: ein Standardwerk. Herzlichen Glückwunsch an die vielen Beteiligten, mit dieser Arbeit schließen Sie eine Lücke der deutschen Fotogeschichte! Andreas Langen: Die Begründung der Jury, Deutscher Fotobuchpreis 2013, 16.11.2012.

Online Photo Galleries: Spiegel, Zeit, Welt, Cicero.

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